Lerntherapeutische Förderbereiche

In der Regel ist nicht nur ein Bereich -wie beispielsweise die Rechtschreibung- Bestandteil der Förderung. Es gibt häufig Kombinationen an Inhalten, die unterschiedliche Schwerpunkte der Stunden bilden.
Mir ist es in der lerntherapeutischen Förderung besonders wichtig, die Kinder in ihrer Art und in ihrem Wesen zu erkennen und anzunehmen. Durch die eingehende Diagnostik lerne ich verstehen, wie sie denken, durch welche Strategien sie zu ihren Lösungen finden und an welcher Stelle sich Unsicherheiten, Lücken oder ungünstige Techniken entwickelt haben. Nur wenn ich erkenne, welche Umwege die Kinder machen oder welche Fehlkonzepte sie entwickelt haben, kann ich erfolgreich und nachhaltig neue und bessere Lernwege aufbauen. Zeitgleich erfahre ich durch die intensive Eingangsphase, welche Kräft und Ressourcen die Kinder mitbringen, wo ihre Stärken und Interessen liegen und wie sie auf unterschiedliche Methoden und Angebote reagieren.

Daher ist eines der unerlässlichen Elemente der Förderung das Wecken und Aufbauen von Motivation. Lernen geschieht immer auf mehreren Ebenen parallel und Motivation, Kreativität und das Nutzen der kindlichen Neugier sind wichtige Säulen, ohne die sich nach meiner Überzeugung kaum Erfolge einstellen würden. Sobald Kinder das Lernen mit Spaß, Ausprobieren, Selbsterfahrung und Erfolgen verbinden, wird das Gelernte nachhaltig gespeichert und wieder abgerufen werden können.

Kinder mit Schwierigkeiten, Schriftsprache zu verarbeiten, haben meistens eine unterschiedlich stark ausgeprägte Lese-Rechtschreibschwäche. Handelt es sich dabei um eine reine Teilleistungsstörung, ist nur dieser eine Bereich stark unterdurchschnittlich, obwohl eine durchschnittliche Intelligenz vorhanden ist. Bei vielen Kindern gibt es jedoch eine sehr unterschiedliche Ausprägung und Darstellung der Schwierigkeiten.Um hier genau beobachten, einschätzen und daraufhin planen zu können, ist die Lerntherapeutische Eingangsphase besonders wichtig. Nur durch eine differenzierte Diagnostik ist ein sinnvoller Therapieplan möglich. Zum Teil hat vor Beginn der ILT auch schon eine ausführliche und standardisierte Diagnostik bei einem Kinder- und Jugendpsychiater statt gefunden. Diese Ergebnisse können selbstverständlich in meine Diagnostik einbezogen werden.

Mein Angebot richtet sich an Kinder, die beispielsweise

  • nur mit großer Mühe lernten, Buchstaben zu verschriftlichen
  • sehr lautgetreu schreiben (z.B. Reiter > Raita; teuer > teuja; gehen > gen)
  • Schwierigkeiten haben, ähnlich klingende oder ähnlich aussehende Buchstaben zu differenzieren (z.B. Duft > Doft; Lücke > Löcke; grün > krün; Räuber > Räuder)
  • kaum Rechtschreibregeln anwenden (z.B. Bäume > Beume; Wand > Want; spielen > schbilen; Hummel > Humel; Sahne > Sane etc.)
  • Buchstaben oder Buchstabenfolgen spiegelverkehrt oder in falscher Reihenfolge schreiben
  • Schwierigkeiten bei Wortdurchgliederungen haben (Auslassen von Buchstaben und Silben, z.B. Tomate > Tmat; befehlen > bfeln)
  • Merkwörter nicht visuell abspeichern können und daher ein Wort auf immer wieder andere Weise schreiben (z.B. viele > file > ville > vile)
  • Wortarten nicht zuordnen können
  • grammatikalische Strukturen nicht erkennen
  • nur sehr stockend und nicht flüssig vorlesen können
  • wenig sinnentnehmend lesen und dadurch auch kaum Freude am Lesen haben
  • oft andere Wörter vorlesen, als geschrieben stehen, oder beim Lesen raten

Mehr dazu finden Sie unter dem Punkt häufig gestellten Fragen.

Rechenschwäche oder Dyskalkulie kann vielfältige Gründe haben und zeigt sich daher auch in sehr unterschiedlichen Formen und Ausprägungen. Es wirken oft mehrere Ursachen zusammen, die auch noch in Wechselwirkung zueinander stehen. Sie können sowohl in kognitiven, neuropsychologischen oder psychischen Komponenten begründet sein, als auch durch Faktoren des schulischen und soziokulturellen Umfeldes beeinflusst werden.

Kinder mit Dyskalkulie oder einer Rechenschwäche haben beispielsweise Schwierigkeiten, sich den Zahlenraum vorzustellen und sich in ihm zu orientieren, das Stellenwertsystem zu verstehen, Mengen zu bündeln und mathematische Rechenoperationen durchzuführen.

In der Diagnostik ist es zunächst das Wichtigste zu erkennen, welchen Konzepten das Kind folgt. Erst wenn ich verstehe, über welchen Lösungsweg das Kind zu seinen falschen Ergebnissen kommt, kann ich Missverständnisse oder Fehlkonzepte im mathematischen Denken aufdecken und geeignete Rechenstrategien anbahnen. Hierbei werden immer schon vorhandene Kenntnisse einbezogen, um so das Weiterlernen in sinnvollen Stufen zu fördern.

In der Therapie wird besonders viel mit kindgerechtem Anschauungs- und Therapiematerial gearbeitet, damit ein möglichst handlungsorientiertes Lernen möglich wird. Die Kinder sollen in der Therapie die Möglichkeit haben, selber zu forschen und zu begreifen, um ihre eigenen Erkenntnisse zu entwickeln und die neuen Rechenkompetenzen möglichst tief und stabil zu verinnerlichen. Dazu sind Materialien, die den Zahlenraum auf unterschiedliche Art visualisieren und erfahrbar machen, besonders geeignet.

Betroffene Kinder

  • haben ein zu geringes Verständnis von Zahlen, Rechenstrategien und Rechenoperationen
  • kommen häufig nur zählend zu den Ergebnissen
  • können sich im Zahlenraum bis 100 nur schwer orientieren
  • haben Schwierigkeiten mit der Zahlzerlegung
  • können nur schwer Aufgaben mit Übergängen rechnen
  • verdrehen beim Schreiben und Sprechen Einer und Zehner
  • erkennen Zahlzusammensetzungen nicht
  • kommen oft zu „merkwürdigen“ Ergebnissen
  • haben oft Schwierigkeiten mit dem visuellen Gedächtnis oder der räumlichen Wahrnehmung
Kinder, die Schwierigkeiten im Bereich der Rechtschreibung oder Grammatik haben, müssen oft auch beim Erlernen von Fremdsprachen mit Hürden kämpfen. Es gibt jedoch vielfältige Wege, um eine Fremdsprache mit unterschiedlichsten Sinneskanälen zu begreifen und sich mit ihr vertrauter zu machen. Mein Ziel ist es, die Kinder dabei zu unterstützen, dass sie sich die neue Sprache so weit wie möglich erschließen und Spaß am Umgang mit ihr entwickeln, bevor Frustration, Ablehnung und Resignation entstehen.

Den Kindern fällt es zum Beispiel schwer:

  • Vokabeln zu speichern oder abzurufen
  • die Aussprache umzusetzen
  • sich Wortbilder einzuprägen
  • die Fremdsprache korrekt zu verschriftlichen
  • die neuen grammatikalischen Strukturen zu erkennen und zu durchdringen
  • Regelhaftigkeiten und Regelmäßigkeiten wiederzuerkennen und zu übertragen
  • Fremdsprachige Texte zu lesen und zu verstehen
  • Lernmethoden kontinuierlich anzuwenden
Eine lerntherapeutische Förderung im Bereich der Konzentration und Aufmerksamkeit kann sinnvoll und hilfreich sein, wenn ihr Kind:

  • Ablenkung nicht gut ausschalten kann
  • sich nur mit großer Mühe auf bestimmte Aufgaben/Anforderungen fokussieren kann
  • motorisch sehr unruhig und zappelig ist
  • häufig mit den Gedanken abschweift und träumt
  • die Aufmerksamkeitsspanne nur kurz auf bestimmte Inhalte lenken kann
  • Schwierigkeiten hat, sich gut zu organisieren und zu strukturieren
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Häufige von Eltern angesprochene Themen sind:

  • Konzentration/ Fokussierung/ Aufmerksamkeit
  • Organisation und Strukturierung
  • ins Arbeiten kommen
  • Hausaufgaben angehen
  • Behalten
  • angefangenen Aufgaben beenden
  • Lernen lernen/ Strategien
  • Wutausbrüche und Verweigerungshaltung
Eine frühe lerntherapeutische Intervention kann notwendig und hilfreich sein, wenn ihr Kind:

  • in seiner motorischen, sprachlichen oder allgemeinen Entwicklung verzögert war oder ist
  • über eine längere Zeit in ergotherapeutischer und/oder logopädischer Behandlung war
  • eine auditive Wahrnehmungsstörung oder –verzögerung und/oder Schwierigkeiten in der phonologischen Bewusstheit hat
  • große Schwierigkeiten hat, sich längere Zeit zu konzentrieren
  • eine familiäre Veranlagung von Leserechtschreibschwäche bekannt ist